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Böse Pillen - Viele Medikamente haben deutlich mehr Nebenwirkungen als positive Effekte

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Böse Pillen - Fälschungsskandal erschüttert die Glaubwürdigkeit von Studienergebnissen
Bei der Volkskrankheit Diabetes steht gar ein ganzes Therapiekonzept am Abgrund. Doch das Pharma-Geschäft boomt dank manipulierter Studien.

Das zurückliegende Jahr wird wohl nicht als Highlight in die Annalen der Medizingeschichte eingehen. Eine Forschergruppe um den britischen Psychologen Irving Kirsch hatte alle verfügbaren Daten zu sechs der am öftesten verordneten Antidepressiva ausgewertet. Ergebnis: Patienten mit leichten bis mittelschweren Depressionen, die in den Studien nur Zuckerpillen geschluckt hatten, reagierten kaum schlechter als jene, die einen angeblichen stimmungsaufhellenden Wirkstoff verabreicht bekommen hatten. Der Unterschied lag „unterhalb der erforderlichen Kriterien für klinische Signifikanz“, lautete das ernüchternde Urteil der Wissenschafter.
Als Nächstes folgte die lange erwartete und wohl nicht ganz zufällig verschleppte Publikation der so genannten ENHANCE-Studie: ein schwerer Rückschlag für den bis dahin als neuer Mega-Bestseller der Cholesterinsenkung gepriesenen Wirkstoff Ezetimib. Die Studie hätte eigentlich belegen sollen, dass Ezetimib das Wachstum der Gefäßablagerungen (Plaque) reduzieren kann. Stattdessen wuchsen die Ablagerungen bei Patienten, die Ezetimib zusammen mit einem bewährten anderen Cholesterinsenker erhalten hatten, sogar stärker als in der Kontrollgruppe, in der nur das alte Medikament verabreicht worden war.

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Eingetragen von Docster vor 3 Jahre 7 Wochen
Kategorie: Wissenschaft   Tags:

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