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Zukunftsmusik auch abseits der Metropolen spielen!

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Heute wird in einem vergleichsweise jungen Wirtschaftszweig verstärkt auf das Zusammenspiel von Künsten und neuen Technologien gesetzt, um eine globale Wissensgesellschaft zu entfalten, die Kultur- bzw. Kreativwirtschaft. Aber was ist das für eine Branche, die beispielsweise zum Bruttoinlandsprodukt Deutschlands bereits jetzt schon mehr als die Chemiebranche und der Energiesektor beiträgt?

Bedeutet das, dass nur Großstädte an dieser Entwicklung teilhaben können und für die Regionen nichts von dem Kuchen übrigbleibt?

Von Richard Florida stammt ja die girffige Formel "TTT - Talent, Technology, Tolerance". Die drei Begriffe sind so leicht zu merken und bilden in der Debatte die zentrale These zur Zukunftsfähigkeit der Städte im 21. Jahrhundert . Während Metropolen mit Einzugsbereichen tatsächlich um die Führungsrolle in den hochkommerziellen Medien- und Werbeindustrien konkurrieren und im Unterbau die gesamte Palette der kreativen Branchen entwickeln können, ist abseits der Metropolen die Schwerpunktsetzung auf bestimmte Bereiche sowie die Vernetzung mit einem übergreifenden Wirtschaftsraum von großer Bedeutung. Doch gilt auch dort Floridas TTT, in einer bedingenden Weise, wie ein überraschendes Beispiel zeigt:

Das Beispiel Gorleben. Die Proteste und Demonstrationen gegen die Anfang der siebziger Jahre dort geplante Wiederaufarbeitungsanlage waren auch der Ausgangspunkt für die erste Ansiedlung von Künstlern, Musikern, Schriftstellern und anderen Kreativschaffenden in der Gegend. Inzwischen ist daraus eine regelrechte Szene entstanden, die das Wendland nicht nur für Demonstranten, sondern auch für Touristen attraktiv macht. Neben den landwirtschaftlichen Betrieben und der typischen bäuerlichen Kultur hat sich die Kreativwirtschaft inzwischen etabliert und sorgt dafür, dass es für Jugendliche ein Umfeld gibt, das früher nur in der Großstadt zu finden war. Hier zeigt sich, dass ländliche Gegenden eine gute Chance haben, sich als attraktive Standorte für kreative Branchen zu positionieren, wenn sie es verstehen, ihre Potenziale geschickt zu kommunizieren. Diese Potenziale liegen nicht nur in der landschaftlichen Schönheit und der Natur, sondern auch in den herkömmlichen handwerklichen und kleinindustriellen Strukturen. Denn die zunehmende Bedeutung der Kreativität spiegelt sich nicht nur in der Expansion der typischen Kreativbranchen wie Kunst, Film, Mode etc., sondern mindestens ebenso stark in der kreativen Aufladung klassischer Handwerksberufe., dazu gehören der Koch ebenso wie der schreiner.

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Eingetragen von VORarlbergWÄRTS vor 3 Jahre 14 Wochen
Kategorie: Wirtschaft   Tags:

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