Wien als Angelpunkt des italienischen Geldwasche-Skandals
Im größten Geldwäscheskandal der italienischen Geschichte war Wien finanzieller Angelpunkt. In den Jahren von 2005 bis 2007 seien über Tarngesellschaften und Bankkonten von italienischen Telekom-Firmen in Österreich 2 Mrd. Euro geflossen, die aus Geschäften der Mafia stammen sollen. Das schreibt "profil" unter Berufung auf Justiz-Unterlagen und eine 1.600 Seiten dicke Anklageschrift der italienischen Staatsanwaltschaft. Die österreichischen Banken, über deren Konten das Geld geflossen sein soll, haben damals (2007) selber die Polizei eingeschaltet. Es sind Gelder in Wien eingefroren und Geldwäsche-Verfahren gegen einen der "Erfinder" der Konstruktion, den in Rom in U-Haft sitzenden Dario P., anhängig. Die Staatsanwaltschaft Wien warte indes seit Jahren auf Beweismaterial aus Rom, schreibt "profil". Gegen 60 Personen wird von Rom aus ermittelt. Angefangen hat das Ringelspiel 2003.
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