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Tausende Kreditkarten gesperrt!

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Der Kreditkarten-Missbrauch weitet sich aus. Deutschlandweit werden von vielen Bankinstituten tausende Kreditkarten aus dem Verkehr gezogen. Betroffen sind alle Karten, die in den vergangenen Wochen in Spanien genutzt wurden. Bisher meldeten Banken wie Barclays und die Karstadt-Quelle-Bank den Austausch von mehreren tausend Kreditkarten die vor kurzem in Spanien verwendet wurden. Es handle sich bei diesen Umtauschaktionen jedoch um reine Vorsichtsmaßnahmen, bei Barclays wurden bisher noch keine Schadensfälle gemeldet.

Lufthansa handelte ebenso und tauschte auch tausende Kreditkarten ihres Miles-and-More Programmes aus. Ob und wie viele Kunden hier jedoch betroffen sind wurde nicht bekannt gegeben.

Für die Kunden fallen jedoch keine zusätzlichen Kosten für die Umtauschaktion der Kreditkarten an, die Haftung für Schäden durch das Ausspähen von Kreditkartendaten übernehmen die Banken selbst.

Vor nicht allzu langer Zeit warnten Visa und Mastercard bereits dass es Hinweise auf Kreditkartenmissbrauch gebe. Bei einem Dienstleister, der sich auf die Abwicklung der Zahlungsvorgänge spezialisiert hat (einem sogenannten Prozessor) sei es zu Unstimmigkeiten gekommen.

Dieser Fall erinnert stark an einen Hackerangriff von 2008. Dabei wurden Kartendaten der RBS Worldpay gestohlen und an weltweit mehr als 2000 Kreditkartenautomaten rund 9 Mio. US-Dollar behoben. Die Verdächtigen, eine osteuropäische Bande, sitzen nach wie vor in Untersuchungshaft. Eine Parallele zu dem bekannten Fall wollten die Ermittler bisher nicht bestätigen.

Die organisierte Kriminalität bedient sich sehr häufig des Missbrauchs von Kreditkarten. Ein guter Grund dafür ist, dass zwischen den Zahlungen und den Abrechnungen bis zu fünf Wochen vergehen und so Missbrauchsfälle erst spät erkannt und gemeldet werden können.

Will man der EU-Agentur für Informationssicherheit Glauben schenken, so ist die Zahl der Betrugsfälle in Bezug auf Geldautomaten, in Europa 2008 um rund 150 Prozent gestiegen. Die daraus resultierende Schadenssumme belief sich somit auf rund 485 Mio. Euro.

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