Richtig sparen in der Krise
Jetzt Geld anlegen? Auch in der Wirtschaftskrise gelten für Sparer die gleichen Regeln wie in Boomzeiten.
Bei der Geldanlage nur auf ein Pferd zu setzen, ist riskant: Das gilt für Aktien und Fonds genauso wie für Anleihen und Fest- oder Tagesgelder. Dabei gelten in Zeiten der Finnzkrise die gleichen regeln wir in Aufschwungphasen: Wer Geld anzulegen hat, verteilt es am besten auf verschiedene Anlageklassen und innerhalb der Klassen auf verschiedene Titel und Anlagen.
Tagesgeld
Tagesgeld ist das Sparbuch des cleveren Anlegers. Denn bei entsprechender Einlagensicherung es ist eine risikolose Anleihe, die dennoch eine ordentliche Rendite abwirft. Gutverdiener profitieren dabei von der Abgeltungsteuer. Denn während sie früher bis zu 45 Prozent Einkommensteuer auf Zinserträge zahlen mussten, sind es jetzt nur noch 25 Prozent. Deshalb ist das Tagesgeldkonto eine gute Wahl für Geld, das geparkt werden muss.
Staatanleihen
Gerade in der Krise flüchten die Anleger in den Schoß des Staates - vor allem in den des deutschen, der sichere Staatsanleihen ausgibt. Die Rendite bewegt sich nahe der Vier-Prozent-Marke und liegt damit unter der Rendite für Tagesgeld. Überwältigend ist die Rendite nicht, aber gerade in den bewegten Monaten an den Finanzmärkten wahrscheinlich die ideale Anlage für alle, die Sicherheit wollen. Bei ausländischen Staatsanleihen werden teilweise höhere Renditen erzielt, allerdings kann je nach Bonität des Ausgabestaates damit auch ein höheres Risiko verbunden sein.
Gold
Gold galt immer als sicherer Hafen und als krisenfestes Anlageinstrument. Die Betonung liegt jedoch auf der Vergangenheit. Dies zeigte die jüngste Krise, als mit den Aktien im Oktober und November 2008 auch der Goldpreis einbrach. Dagegen stieg der Goldpreis ganz untypisch in der Boom-Zeit zuvor heftig an. Für die kommenden Monate dürfte Gold auch nicht gerade der erwartete sichere Hafen sein. Ein Grund könnte sein, dass die Rezession die Nachfrage aus der Schmuckbranche bremsen dürfte. Das könnte den Goldpreis erneut belasten.
Aktien
Wenn man Anleger derzeit auf Aktien und Aktienfonds oder Zertifikate anspricht, machen sie ein Gesicht, als hätten sie gerade in eine Zitrone gebissen. Denn die Verluste im Herbst 2008 waren teilweise immens. Trotzdem sollte klar sein: Aktien gehören zur langfristigen Geldanlage dazu - auch in Zukunft. Aber es ist Vorsicht geboten,
Immobilien
Immobilien sind bei entsprechender Lage zunächst einmal eine sichere Geldanlage. Eine Immobilienkrise, wie sie in Amerika zu beobachten war und ist, steht Deutschland offenbar nicht bevor, weil die Darlehen hier stärker reglementiert wurden. Demgegenüber steht im Angesicht der Rezession natürlich auch eine sinkende Nachfrage. Unter dem Strich sind Immobilien in guter Lage aber nach wie vor positiv zu beurteilen. Immobilienfonds mit einem Investment in Gewerbe- und Büroimmobilien sind im Hinblick auf die Rendite keine Überflieger, da sie jedoch weniger schwankungsanfällig sind als beispielsweise Aktienfonds, gehören sie in ein sicherheitsorientiertes Depot.
In jedem Fall gilt: Vor der Anlageentscheidung sollte man sich ausreichend informieren und beraten lassen.
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