IBM »Liquid«: Revolution der Wissensarbeit oder Scoring-Hamsterrad?
Der IT-Gigant IBM hat kürzlich bekannt gegeben, mit dem internen Programm »Liquid« neue Wege in der Organisation der Projektarbeit zu gehen. Im Kern geht es darum, dass die Beschäftigten sich über eine Plattform als »Community« organisieren und neue Projekte über diese Plattform ausgeschrieben werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen sich dabei für neue Projekte im eigenen Unternehmen selbst bewerben. Besondere Aufmerksamkeit in der Presse hat »Liquid« auch deshalb erzielt, weil IBM mit der Einführung einen massiven Stellenabbau von bis zu 8000 Beschäftigten verkündet hat, was gut 30 Prozent der deutschen Belegschaft bei IBM entspricht. Einmal abgesehen davon, dass es noch nie eine besonders gute Idee war, die Einführung neuer Arbeitsformen mit einem Stellenabbau zu koppeln, stellt sich die Frage, ob es sich bei »Liquid« um ein neues Arrangement von wissensintensiver Dienstleistungsarbeit handelt, welches künftig auch in anderen Zusammenhängen an Bedeutung gewinnt.
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