Dorotheum-Privatisierung: Grasser, Dichand und die Meinl Bank
Ein Bericht aus dem Jahr 2001 im "Wirtschaftsblatt" über die Privatisierung des Dorotheums zeigt Geschäftsbeziehungen von Karl-Heinz Grasser, Christoph Dichand und der Meinl-Bank auf:
Soravia/Dichand heisse Favoriten für Dorotheum
Im Endspurt um den Verkauf des Dorotheums zeichnet sich ein Zuschlag für den Kaufinteressenten OneTwoSold von Erwin Soravia und Christoph Dichand ab.
Wien. Für Brancheninsider ist die Sache schon gelaufen: In Kürze dürfte das Internet-Auktionshaus OneTwoSold, ein Unternehmen des Bauunternehmer-Sohnes Erwin Soravia und des Zeitungsherausgeber-Sprosses Christoph Dichand, den Zuschlag für das Traditions-Auktionshaus Dorotheum erhalten. Der Kaufpreis soll ungefähr 900 Millionen Schilling betragen, wovon je ein Drittel von Soravia, Dichand und dem Risikofinanzierer Global Equity Partners, hinter dem zu 25 Prozent die Meinl Bank steht, aufgebracht werden. Laut Martin Ohneberg, Vorstand der OneTwo Internet Handels AG, seien gelegentlich ins Spiel gebrachte Kaufsummen von einer oder gar 1,2 Milliarden Schilling "unrealistisch".
Das Tauziehen um die 100-prozentige ÖIAG-Tochter Dorotheum GmbH, die seit 1999 durch eine Dorotheum Internet Auctions GesmbH verstärkt wurde, verlief bis jetzt spannend. Als Interessenten tauchten teilweise komplexe Konsortien auf, wogegen naheliegende Interessenten wie die grossen internationalen Auktionshäuser Christie's und Sotheby's schon im Frühstadium abwinkten.
>> Illustre Namen <<
Unter den weiteren Bietern befindet sich die Unternehmens Invest AG, die spanische Afinsa Group, die selbst Auktionshäuser betreibt, der deutsche Risikokapitalfonds Equivest und letztlich die RLB Oberösterreich mit einer illustren Gruppe namens Valora AG. Hauptaktionär der Valora AG sind die PR-Unternehmer Paul und Peter Hochleiter.
Mit an Bord sind über diverse Firmenverflechtungen der Werbeunternehmer und Ex-FPÖler Peter Meischberger, der Immobilien-Tycoon Ernst Karl Plech, der Unternehmer und seinerzeitige ÖIAG-Manager Peter Newole, der Antiquitätenhändler Jürgen Hesz und der Immobilienunternehmer Detlev Gross. In informierten Kreisen heisst es, dass Gross in die Dorotheums-Privatisierung als Gutachter involviert sein soll. Das Konsortium soll zuletzt 860 Millionen Schilling geboten haben.
Bildtext: OneTwoSold-Vorstand Erwin Soravia (re.) hat mit Partner Christoph Dichand beim Dorotheum-Verkauf beste Karten
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