Der Staat als Bankrotteur ("Profil"-Leitartikel von Christian Rainer)
Flughafen. AUA. ORF. Nur Idioten fordern eine Rückkehr des Staates als Unternehmer.
Vor einigen Monaten schrieb ich hier, fahrlässige Staaten und nicht gierige Manager trügen Schuld an der Weltwirtschaftskrise. Die Politik hätte versagt, als sie sich einer ihrer Hauptaufgaben im Feld der Ökonomie entledigte, indem sie die Finanzmärkte zunächst nicht sinnvoll regulierte und hernach nicht effektiv kontrollierte. Dies den Unternehmen – im aktuellen Fall zumeist Banken – anzulasten, die per Definition in maximaler Ausnutzung der Rahmenbedingungen agieren, sei dumm. Die Krise sei also nicht Folge von zügelloser Marktwirtschaft, sondern von Politik, die ihre Zügel nicht in der Hand hatte, nicht ein inhärentes Risiko des Turbokapitalismus, sondern ein manifestes Ergebnis falscher politischer Steuerung.
Die Reaktionen auf jenen Leitartikel waren vielfältig und mehrheitlich ungläubig. Ob ich das den ernst meinte, was ich da schrieb, ob ich nicht einsähe, dass nun der Zeitpunkt gekommen sei, auf altbewährte Konzepte zurückzugreifen, wann ich denn bitte endlich die Überlegenheit des Staates bei der Ordnung ökonomischer Zusammenhänge anerkennen wollte?
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@ David Leider werden hier
Rainer vor 2 Jahre 46 Wochen 8 Minuten 17 Sekunden
@ David
Leider werden hier Begriffe völlig verdreht: Liberalismus hat mit dem so genannten "Neo-Liberalismus" praktisch überhaupt nichts zu tun! Der "echte" Liberalismus fordert einen Minimalstaat, Freiheit des Einzelnen, Eigenverantwortung, etc.
www.rainer-innreiter.at
Es stimmt Neoliberalismus
David vor 2 Jahre 45 Wochen 6 Tagen 21 Stunden
Es stimmt Neoliberalismus ist ein sehr schwammiger Begriff. Die meisten verstehen darunter aber die Chicagoer Schule. Der Staat soll sich so weit wie möglich zurückziehen. Diese Meinung vertritt teilweise auch Christian Rainer. Gleichzeitig will "sein" Magazin aber auch eine Presseförderung: http://www.salzburg24.at/news/tp:vol:mediennews/artikel/91-mio-euro-pressefoerderung-fuer-printtitel/cn/news-20080630-11525532
"Nur Idioten fordern eine
David vor 2 Jahre 46 Wochen 9 Stunden 15 Minuten
"Nur Idioten fordern eine Rückkehr des Staates als Unternehmer."
Das finde ich immer wieder erstaunlich, dass neoliberale Idioten die Realität vollkommen verdrehen. Einerseits fordern sie eine Nichteinmischung des Staates in die Wirtschaft und gleichzeitig beschweren sie sich, wenn alles schief geht, dass der Staat nicht eingegriffen hat.
Gleichzeitig wird vergessen, dass der Staat die "Privatwirtschaft" von vorn bis hinten fördert. Steuererleichterungen, billige Kredite usw. usf. Ohne diese Förderprogramme würden noch mehr Firmen pleite gehen.
Wenn das profil so ein Kampfblatt für den Neoliberalismus ist, ist es verwunderlich warum sich das Magazin jährlich um eine Presseförderung bemüht?