Der Euro ist wieder ein Teuro
Die Inflation ist zurück. Müssen wir uns deshalb schon vor der galoppierenden Geldentwertung sorgen? Eine Entwarnung.
Sie haben ihr Auto unlängst vollgetankt? Dann haben Sie wahrscheinlich bemerkt: So eine Tankfüllung kostet schnell fünf, sechs Euro mehr als noch vor ein paar Monaten. Noch steiler bergauf ging es mit Heizöl: Plus 22 Prozent. Und das Essen im Supermarkt ist auch im Preis nach oben geschossen: Vier Prozent plus Gemüse, sechs Prozent Obst.
Die Inflation ist zurück. 2,2 Prozent beträgt die Teuerungsrate im Euro-Raum. Aber unsere Intuition würde sie sogar noch höher veranschlagen: Vor allem, weil die Dinge, die wir häufiger konsumieren, schneller steigen. Im fiktiven Warenkorb, mit dem die Statistiker die Inflationsrate messen, sind ja auch Güter wie TV-Geräte, Autoreifen und Skier inbegriffen, die zwar kaum teurer werden, die wir aber auch sehr selten kaufen. Viel häufiger tanken wir aber oder kaufen Gemüse oder Fleisch. Und diese Güter verteuerten sich viel mehr. Die „gefühlte Inflation", so haben Statistiker berechnet, liegt daher bei 5,2 Prozent.
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