BayernLB will Hypo an Österreich verschenken
Während Finanzminister Pröll heute Bundeshilfe in Aussicht stellte, überlegen die Bayern offenbar einen radikalen Ausstieg
Wien/München - Die Bayerische Landesbank (BayernLB) will ihre Kärntner Krisentochter Hypo Group Alpe Adria (HGAA) an die Republik Österreich verschenken. Ein Kompromissvorschlag zur Rettung des Instituts sehe vor, dieses komplett an das Nachbarland abzutreten, schreibt das deutsche Handelsblatt (Freitagsausgabe) unter Berufung auf Finanzkreise.
Die dringend notwendige Kapitalerhöhung von mindestens 1,5 Mrd. Euro müsse dann Österreich stemmen, heißt es in dem Bericht. Die BayernLB wollte die Spekulationen nicht kommentieren.
In Wien sagte ein Insider aus der Finanzbranche, dass die Vorschläge aus Bayern bisher nur auf "Ausstiegsszenarien" hinausliefen.
Mit dem Komplettrückzug aus der Kärntner Hypo würde die BayernLB ihr Scheitern eingestehen und müsste die Milliardeninvestitionen der vergangenen Jahre in den Wind schreiben, schreibt das "Handelsblatt". Die Hypo braucht bis Jahresende dringend frisches Kapital. Die BayernLB wolle aber als Besitzer kein frisches Kapital in die Bank stecken.
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