Von Rauschgiftbanden bedroht – Kinder riskieren in Ciudad Juárez ihr Leben
Ciudad Juárez gilt als das gefährlichste Pflaster Lateinamerikas. Auch Kinder bekommen die dort verbreitete Gewalt zu spüren. Bei Kämpfen zwischen Sicherheits- kräften und Drogenbanden starben in der mexikanischen Stadt in den vergangenen drei Jahren mindestens 110 Jungen und Mädchen.
Geschätzte 10.000 Minderjährige wurden zu Waisen.
Beobachtern zufolge ist die Verzweiflung der Menschen in der Stadt deutlich zu spüren. Die Straßen sind menschenleer, rund 100.000 Häuser stehen leer. Ein Drittel aller Läden ist geschlossen. Diejenigen, die in Ciudad Juárez geblieben sind, gehen nachts nicht mehr freiwillig nach draußen. Zu Fuß ist selbst bei Tag kaum noch jemand unterwegs. Die meisten Menschen haben mittlerweile sogar Angst, ans Telefon zu gehen.
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