Uruguay: Manöverkritik nach gescheitertem Referendum
Vor gut einer Woche wurde in Uruguay gewählt. Obgleich das Linksbündnis Frente Amplio die erste Runde der Wahlen mit deutlichem Vorsprung für sich entscheiden konnte und der Stichwahl in rund einem Monat recht zuversichtlich entgegenblickt, belastet sie ein Trauma nach wie vor: Das Plebiszit zur Annullierung der Amnestie für Verbrechen von Polizei und Armee während der Diktatur ist gescheitert. Es ist ein heftiger Rückschlag für Menschenrechtsorganisationen und Opferverbände, zumal diese Kräfte durchaus optimistisch auf den Wahlabend blickten. Schließlich war das Gesetz noch in der Woche vor der Wahl vom Obersten Gerichtshof in Bezug den Fall der 1974 im Gefängnis ermordeten Nibia Sabalsagaray als nicht anwendbar und in Teilen gar für verfassungswidrig erklärt worden.
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