US-Regierung drängte auf Geiselerschießungen
Geheimdienstpapiere: Nixon-Führung wollte in Uruguay gefangene Rebellen ermorden lassen, um einen Agenten zu retten. Schlaglicht auf aktuelle Konflikte
Die US-Regierung hat nach der Entführung ihres Agenten Daniel Mitrone durch Mitglieder der Organisation MLN-Tupamaros 1970 in Uruguay darauf gedrängt, gefangene Rebellen zu ermorden. Das geht aus Regierungs- und Geheimdienstdokumenten hervor, die mit Hilfe des US-amerikanischen Informationsfreiheitsgesetzes publiziert werden konnten. Mit den Dokumenten wird zugleich die Existenz von Todesschwadronen in dem südamerikanischen Land belegt. Sie könnten damit erhebliche Auswirkungen auf die juristische Aufarbeitung der Geschichte Uruguays haben.
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