Medwedew hält neuen Kalten Krieg für unwahrscheinlich
Ein neuer Kalter Krieg ist nach Ansicht des russischen Präsidenten Dmitri Medwedew unwahrscheinlich, weil jede Isolationspolitik gegenüber Russland zum Scheitern verdammt ist.
In einem Interview anlässlich seines beginnenden Besuchs in Indien (4./6. Dezember) verwies Medwedew auf Appelle einiger Politiker, Russland Schranken aufzuerlegen.
"Meiner Meinung nach sind Versuche, jemanden zu isolieren, zumal ein solches Land wie Russland, in der heutigen Welt zum Scheitern verdammt sind", sagte Medwedew. Deshalb seien Gespräche von einem neuen Kalten Krieg oder einem neuen "Vorhang" sinnlos und kontraproduktiv.
In der Welt von heute gebe es keine ideologischen Voraussetzungen für einen neuen Kalten Krieg. Im Gegensatz zu Zeiten der Sowjetunion, als zwei Systeme miteinander rivalisiert haben, "haben wir jetzt die selben Werte", sagte Medwedew.
"Wichtig ist, dass wir diese Werte auf die gleiche Weise verstehen. Das ist am schwierigsten."
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