Machtspiele in Georgien
Seit Wochen streiten die NATO und Russland über das gestern begonnene NATO-Manöver in Georgien, der georgische Präsident scheint die Nato für den eigenen Machterhalt zu instrumentalisieren
Russland versteht die Militärübung nicht nur als eine Provokation, sondern auch als einen möglichen Grund für einen neuen Kaukasuskonflikt. Bereits vor einem Jahr fand in dem Kaukasusstaat ein gemeinsames Manöver der NATO und Georgiens statt, welches nach russischer Auffassung Micheil Saakaschwili erst zu dem Angriff auf Südossetien ermutigt haben soll. Dies dürfte in diesem Jahr unwahrscheinlich sein, doch der angeblich vorgestern stattgefundene Militärputsch, der vielmehr eine Meuterei unzufriedener Soldaten war, deutet daraufhin, dass der georgische Präsident das jetzige Manöver durchaus für eigene Zwecke missbrauchen möchte. Um die innenpolitischen Proteste einzudämmen, finden seit Dienstag Verhaftungen statt.
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