Kolumbiens Geheimdienst spioniert Kritiker in EU aus
"Operation Europa": Der dem Präsidenten unterstellte Dienst DAS hat offenbar auch die Debatte über ein Freihandelsabkommen beeinflusst
Ein Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Kolumbien könnte von dem Geheimdienst des südamerikanischen Landes manipuliert worden sein. Das berichtete die einflussreiche belgische Tageszeitung Le Soir Mitte dieser Woche. Nach Recherchen des Blattes hat die kolumbianische Geheimdienstbehörde DAS systematisch Nichtregierungsorganisationen und Kritiker des rechtsgerichteten Regimes unter Präsident Alvaro Uribe in Belgien überwacht, um gezielt auch gegen die Gegner des geplanten Freihandelsabkommens vorzugehen. Der DAS sei verstärkt in Belgien tätig geworden, weil in Brüssel das EU-Parlament und führende Gremien der Union angesiedelt sind.
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