Georgischer Sender lässt in Nachrichten die Russen einmarschieren
Ein fiktiver Bericht eines dem Präsidenten Saakaschwili nahestehenden Senders löste am Samstag Panik aus, die Opposition sieht sich diffamiert
Der Schock muss den Georgiern nach dem Krieg mit Russland vor eineinhalb Jahren noch tief in den Knochen. Der georgische Fernsehsender Imedi TV strahlte am Samstagabend einen fiktiven Bericht aus, nach dem russische Panzer weit in Georgien eingedrungen und auf dem Weg nach Tiflis seien. Es habe schon Kämpfe in den Außenbezirken gegeben. Der umstrittene Präsident Saakaschwili sei evakuiert, aber vermutlich erschossen worden, hieß es in der Nachrichtensendung Kronica von Imedi, während Oppositionspolitiker an die Macht gelangten. Unterlegt wurde der Bericht mit Archivbildern aus dem vergangenen Krieg. US-Präsident Obama rief in dem Bericht zum Waffenstillstand auf, der französische Präsident Sarkozy und US-Außenministerin Clinton auf dem Weg nach Moskau sein, um die Russen zu stoppen.
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