FBI: Die Saddam-Protokolle
Warum er nicht mit Usama Bin Ladin kooperiert habe, will der FBI-Sonderbevollmächtigte George Piro am 28. Juni 2004 von Saddam Hussein wissen. Mit den Vereinigten Staaten hätten Al Qaida und der Irak doch einen gemeinsamen Feind, gegen den sich vereint besser Operationen planen ließen als im Alleingang. Amerika sei nicht der Feind des Iraks, antwortet Hussein, er lehne nur dessen Politik ab. Wenn er Bündnispartner gegen die Vereinigten Staaten gebraucht hätte, hätte er sich an Nordkorea und China gewandt, nicht an das islamistische Terrornetzwerk. Schließlich sei er gläubiger Muslim, aber kein Fundamentalist.
Zwanzig Verhöre und fünf „zwanglose Unterhaltungen“ führte das Federal Bureau of Investigations (FBI) zwischen Februar und Juni 2004 mit dem im Dezember 2003 gefassten früheren irakischen Präsidenten - jetzt wurden die Gesprächsprotokolle auf der Grundlage des amerikanischen „Freedom of Information Act“ freigegeben. Nur ein letztes formales Gespräch wurde nicht der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Warum, erschließt sich nicht, denn die vorherigen Gespräche sind zwar historisch interessant, politisch brisant sind sie aber nicht.
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