Ex-Guerillero gewann Präsidentenwahl in Uruguay Kleine Zeitung
Der Kandidat der Linken und ehemalige Guerilla-Kämpfer Jose Mujica hat die Präsidenten-Wahl im südamerikanischen Uruguay gewonnen. Der frühere Guerilla-Führer kann Nachwahlbefragungen zufolge auf 51,2 Prozent der Stimmen rechnen. Sein Konkurrent, der rechtsgerichtete frühere Präsident Lacalle, räumte bereits seine Niederlage ein.
Mujica rief die Menschen nach seinem Wahlsieg zur Einheit auf. Seinem in der Stichwahl unterlegenen Widersacher zollte Mujica ausdrücklich Respekt. Es gebe "weder Sieger, noch Besiegte, nur Landsleute", rief der 74-Jährige in Montevideo tausenden Anhängern zu, die die weiß-blau-roten Fahnen seiner Partei schwenkten. Mujica war als klarer Favorit in die Abstimmung gegangen.
Eine Mehrheit in beiden Kammern des Parlaments hatte sich die Linke schon in der ersten Wahlrunde am 25. Oktober gesichert. Damals hatte Mujica die notwendige absolute Mehrheit mit 47,96 Prozent knapp verpasst. Der Kandidat der Konservativen, Lacalle, kam damals mit 29,07 Prozent auf Platz zwei.
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