Das Leben in bolivianischen Silberbergwerken ist hart, besonders für Frauen
Das schwarze Loch am Eingang zur »Mina San José« an den Rändern der bolivianischen Bergarbeiterstadt Oruro gleicht einem hungrigen Maul mit unstillbarem Appetit. Denn »Minen fressen Menschen«, wie es in einem bolivianischen Sprichwort heißt. Für Leucaria Guarachi und die sechs Frauen der Cuadrilla (Kleinkooperative) ist das tägliche Realität. Sechsmal die Woche steigt die eingeschworene Gruppe tief ins Silberbergwerk, um auf eigene Rechnung den mageren Rest des Edelmetalls aus dem Gestein zu kratzen. Von ihren männlichen Kumpeln sind Leucaria Guarachi, Patricia Espinoza, Marianela Quintero, Maria del Pilar Perez, Clementina Rafael, Olimpia Romero und Ana Maria Choque mit ihren Grubenhelmen kaum zu unterscheiden.
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