Costa Ricas neoliberale Herrenrunde
Costa Ricas frisch gewählte Präsidentin Laura Chinchilla lässt keinen Zweifel daran, dass sie der neoliberalen Marschroute ihres Mentoren und Amtsvorgängers Oscar Arias folgt. Auch geben in ihrem Kabinett weiterhin Männer den Ton an. Das Amt des Außenministers übernimmt der ehemalige Parteichef der rechts-sozialdemokratischen PLN, der vielen im Lande als betrunkener Verkehrssünder im Gedächtnis ist. Im Juli 2007 stellte ihn eine Polizeistreife, nachdem er betrunken ein Taxi angefahren hatte und laut dem Unfallgegner Fahrerflucht begehen wollte. Für größeres Unbehagen sorgt indes die designierte Ministerin für Außenhandel, Anabel González. Als Verhandlungsführerin der costaricanischen Delegation bei den Freihandelsgesprächen über das Abkommen CAFTA-DR im Jahr 2003 machte sie sich viele Feinde im Land. Dabei wird ihr der Verkauf nationaler Interessen vorgeworfen.
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