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Associated Press kennt sich nicht aus

In dem Artikel "Honduras kehrt ohne politische Lösung zu Normalität zurück" erkennt man, dass bei AP entweder nicht recherchiert oder willentlich Geschehnisse falsch darstellt werden.

Im Artikel wird behauptet: "Er [Zelaya] wollte mit einem vom Verfassungsgericht untersagten Referendum darüber abstimmen lassen, ob er eine derzeit von der Verfassung untersagte zweite Amtszeit absolvieren darf."

Diese Behauptung entspricht nicht der Wahrheit. Bei dem "Referendum", welches laut Regierung nur eine unverbindliche Umfrage war, hätte sich an der Verfassung nichts geändert. Es wäre lediglich eine Umfrage bezüglich einer Abstimmung über eine verfassungsgebende Versammlung gewesen. Wenn in dieser Volksbefragung dem Vorhaben Zelayas zugestimmt worden wäre, wäre bei den Wahlen im November ebenfalls über eine Einberufung einer verfassungsgebenden Versammlung abgestimmt worden. Erst dann hätte es eine Abstimmung über die Mitglieder der Versammlung gegeben, welche eine neue Verfassung ausarbeiten könnten. Ob sich das auf die Amtszeitbegrenzung ausgewirkt hätte, ist deshalb auch nicht bekannt.

Und von Normalität zu sprechen ist ebenfalls etwas übertrieben. Zwar ist die nächtliche Ausgangssperre aufgehoben worden, aber demokratische Verhältnisse sind lange noch nicht zurückgekehrt.

Aktuelles über den Militärputsch erfahren Sie auf diesen Blog

Hintergründe zum Putsch in Deutsch finden Sie hier.

Eingetragen von Medienkritiker vor 2 Jahre 46 Wochen
Kategorie: Welt   Tags:

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