Lesbische Mutter verklagt Online-Videothek
Eine lesbische Mutter reichte in der letzten Woche vor einem Gericht in Kalifornien eine Klage gegen die Online-Videothek Netflix ein. Grundlage ist die Veröffentlichung von 100 Millionen Filmbewertungen für einen im September 2006 veranstalteten Wettbewerb zur Verbesserung des automatischen Empfehlungssystems. Zwar hatte Netflix von den Kunden, die diese Bewertungen geliefert hatten, lediglich eine Identifikationsnummer weitergegeben – allerdings ließen sich (wie Arvind Narayanan und Vitaly Shmatikov von der University of Texas nachwiesen) beispielsweise durch Vergleiche mit Einträgen in der Filmdatenbank IMDb durchaus Klarnamen zu den Bewertungen ermitteln, welche wiederum Rückschlüsse über die politische Position oder die sexuelle Orientierung von Ausleihern zuließen.
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