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Internet bestimmt Wahlausgang

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Das Internet wird nach Ansicht vieler Wähler entscheidenden Einfluss auf den Ausgang der deutschen Bundestagswahl 2009 haben. Das hat eine repräsentative Umfrage ergeben, die der Hightech-Verband BITKOM von Forsa durchführen ließ. Demnach sagen 44 Prozent der wahlberechtigen Bundesbürger, dass eine Partei ohne den Einsatz des Internets heute keine Wahl mehr gewinnen kann.

Das Internet wird zum zentralen Medium für die Kommunikation zwischen Politik und Bürgern geworden. So ist für die jüngeren Wähler das Internet schon heute das Informationsmedium Nummer eins für politische Themen. Drei Viertel der 18- bis 29-Jährigen informieren sich im Web über Politik. Das Fernsehen nutzen 61 Prozent, persönliche Gespräche 56 Prozent und Tageszeitungen 54 Prozent. In der Gesamtbevölkerung steht dagegen das Internet bislang noch an fünfter Stelle, nach Fernsehen, Tageszeitungen, Radio und persönlichen Gesprächen.

Professionler Journalismus. Wer sich im Internet über Politik informiert, besucht am liebsten die Nachrichtenseiten der klassischen Medien. 81 Prozent der politisch interessierten Internetnutzer informieren sich bei den Online-Angeboten von Zeitungen, Magazinen oder TV-Sendern. Nur jeder Dritte nutzt die Webseiten der politischen Parteien, aber in der Gruppe der 18- bis 29-Jährigen sind es doch 55 Prozent.

Soziale Online-Netzwerke. Mehr als jeder fünfte deutsche Bundesbürger informiert sich bei Facebook, Xing, Youtube oder StudiVZ zu politischen Themen. Bei den 18- bis 29-Jährigen sind es 28 Prozent. 22 Prozent der Jüngeren nutzen Diskussionsforen und Blogs. Sie zeigen damit ein besonderes starkes politisches Interesse, denn Blogs und soziale Online-Netzwerke werden für die politische Kultur immer wichtiger, weil sie eine direkte Interaktion zwischen Bürgern und Politikern ermöglichen.

Paradoxon Kommune: Lokal versus global. Viele Bürger wollen laut der Umfrage aber nicht nur ihre Meinung sagen, sondern selbst an politischen Entscheidungen teilhaben. Fast 40 Prozent möchten per Internet direkt an Entscheidungen mitwirken, bei den Jüngeren sind es 46 Prozent. Dabei liegen die Anhänger der Grünen mit 58 Prozent weit vorne. Am wenigsten sind die Anhänger der Unionsparteien mit 34 Prozent an einer politischen Partizipation per Internet interessiert. 80 Prozent würden in ihrer Kommune Anregungen oder Beschwerden zu öffentlichen Leistungen per Internet vorbringen, zum Beispiel bei fehlenden Kindergarten-Plätzen oder Problemen mit der Nahverkehrsanbindung. Gut drei Viertel wollen per Internet Ärgernisse im öffentlichen Straßenbild benennen, 62 Prozent an Diskussionen zu öffentlichen Bauvorhaben in ihrem Wohngebiet teilnehmen und 58 Prozent würden Vorschläge zur Verwendung von Steuereinnahmen auf lokaler Ebene machen. Diese so genannten Bürgerhaushalte werden schon von mehr als hundert deutschen Städten und Gemeinden erstellt, darunter die Großstädte Köln und Hamburg. Ein Paradoxon: Die Zustimmung zur Bürgerbeteiligung im globalen Internet ist offenbar dann am größten, wenn es um das lokale direkte Umfeld der Menschen geht.

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Eingetragen von VORarlbergWÄRTS vor 2 Jahre 40 Wochen
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