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Ein Erfolgsrezept mit Nebenwirkung - Gynäkologe verschrieb Hütthaler männliches Sexualhormon Testosteron

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Ein Gynäkologe hat der jungen Lisa Hütthaler das männliche Sexualhormon Testosteron verordnet. Fragt sich nur, warum?

Lisa Hütthaler im Schwimmbad. Altes Leben: Als Triathletin erbrachte Lisa Hütthaler ihre Höchstleistungen mit unerlaubten Dopingsubstanzen – ein riskantes Spiel mit der Gesundheit. DruckenSendenLeserbrief
Ein Rezept aus dem Jahr 2005. Testogel. Testosteron. Das männliche Sexualhormon. Das ist an und für sich noch nichts Ungewöhnliches. Wenn, ja wenn es nicht einer Dame verschrieben worden wäre.

Einer jungen Dame. Kerngesund, sportlich, 22 Jahre alt, das blühende Leben. Sie heißt Lisa Hütthaler und sollte vier Jahre später Berühmtheit erlangen, als sie ein umfassendes Dopinggeständnis ablegt und dabei Hintermänner wie den Sportmanager Stefan Matschiner und den Kinderarzt Andreas Zoubek belastet.
Testosteron. Das wird in der Praxis nur dann bei Frauen eingesetzt, wenn Brustkrebs im Endstadium diagnostiziert wurde. Oder wenn Frauen an außerordentlichen Wechsel-Beschwerden leiden.

Beides trifft auf die 22-jährige Triathletin Lisa Hütthaler im Jahr 2005 nicht zu.
Testosteron. Das männliche Sexualhormon. Ein beliebtes Präparat bei Sportlern, die rasch an Muskelmasse zulegen bzw. ihre Regenerationsfähigkeit verbessern wollen.
Ein Präparat mit fatalen gesundheitlichen Nebenwirkungen. Die Brust schrumpft - aber das ist nur ein Detail am Rande.

Das Testosteron hat Lisa Hütthaler ein Gynäkologe verschrieben. Ein Universitätsprofessor. Fragt sich nur, warum? Gab es Doping auf Rezept?

* » Interview: "Ich setze das bei Libidoverlust ein"

Gut bekannt

Dr. L. will sich auf KURIER-Anfrage zunächst nicht daran erinnern (siehe Interview rechts). Dann sagt er, er kenne Lisa Hütthaler vom Rad-Team "Sport Nora", er habe ihr als beratender Arzt zur Seite gestanden. "Testogel wird bei Libidoverlust eingesetzt", behauptet Dr. L. Lisa Hütthaler habe darüber geklagt. Seltsam: Testosteron wird zwar bei Libidoverlust eingesetzt - allerdings nur bei Männern.

"Bei Frauen besteht keinerlei medizinische Notwendigkeit", erklärt DDr. Hans Schön, ein Allgemeinmediziner aus Wien. "Ich habe schon viele Frauen behandelt - derartiges habe ich noch nicht erlebt. Einer 22-jährigen gesunden Frau Testosteron zu verschreiben, ist Wahnsinn", sagt der Mediziner und erklärt die Folgen: Vermännlichung. Drastisch erhöhtes Krebsrisiko - "durch die rasante Zellteilung, die durch die Einnahme von anabolen Substanzen erzielt wird."

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Eingetragen von Hansito vor 3 Jahre 1 Stunde
Kategorie: Sport   Tags:

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