Vorarlberger Schildbürgerstreich: 1 Million Euro Kuhförderung zusätzlich
Eine Million Rindviecher-Förderung: Das Geschwätz der Vorarlberger Bauernpolitiker auf dem Prüfstand
Zur zusätzlichen Unterstützung der heimischen Milchbauern angesichts der angespannten Marksituation will das Land Vorarlberg noch heuer - es ist Wahljahr - eine Milchkuh-Prämie auszahlen. Laut ÖVP-Landesrat Schwärzler sollen die Bauern - gestaffelt nach Viehanzahl - zwischen 30 und 60 Euro pro Kuh und Jahr als Unterstützung bekommen. Diese Prämie könne zwar den Milchpreis-Verfall nicht kompensieren, sie sei aber ein Bekenntnis zur heimischen Milchwirtschaft. Die Prämie kostet das Land rund eine Million Euro! Wobei die Frage nach EU-Konformität dieser Maßnahme erst gar nicht gestellt wird!
Förderung der Rinder statt der Arbeitnehmer, Bildung und Entwicklung.
Die Förderungen der Vorarlberger Land- und Forstwirtschaft werden nur zu einem "relativ geringen Teil" von der EU finanziert (38 %). Der Anteil der nationalen Förderungen ist im Vergleich der Bundesländer in Vorarlberg am Höchsten. Dies stellte ein aber ansonsten zwar wertloser Zwischenbericht zur "Evaluierung der Landwirtschaftsförderung" in Vorarlberg" der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft erst im Februar 2009 fest. Wobei die EU-Förderung ausschließlich aus den österreichischen Zahlungen an die EU stammen, also ebenfalls österreichfinanziert sind.
Fakt ist auch, dass Vorarlberg trotz Milchkrise noch immer auf Rinder setzt. Man braucht die Rinder für die Bank um mit den Subventionen für die Rinder die Überschuldung der Vorarlberger Bauern bei den Banken sicherzustellen, die Subventionen sind Kreditsicherheiten.
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Als in Österreich 1985 ein Höchstbestand an Rindern gezählt wurde (2.650.000) waren es in dem industriell geprägten Vorarlberg und dem weniger industriell geprägten Burgenland in etwa gleich viel (je 65.000). Bis 2008 ist die Rinderzahl in Österreich auf 2 Millionen Stück - also rund um ein Fünftel - gesunken, in Burgenland gar auf weniger als ein Drittel (21.500). In Vorarlberg wurde jedoch ein faktischer Höchststand mit sage und schreibe 65.587 Rindern gezählt.
Da soll jemand sagen, die würden ökologisch gehalten, ist doch der Landverbrauch durch die Zersiedelung in Vorarlberg evident. Mit der Förderung der Kühe wird die Landwirtschaft hier und in der weniger entwickelten Welt geschädigt, es wird ein Milchüberschuss produziert, der den Preis drückt und wieder über Subventionen gehalten werden muss und mit Subventionen exportiert wird. Die Bauern in der weniger entwickelten Welt werden entmutigt und zur Landflucht veranlasst. Welche Perfidie: Derselbe Landesrat Schwärzler, der für diese Politik in Vorarlberg verantwortlich zeichnet pustet sich dann mit xenophoben Äußerungen gegen diese "Wirtschaftsflüchtlinge" auf!
Da ist das ganze Gerede vom billigen Kunstkäse bloße Ablenkung von der falschen Landwirtschaftspolitik Vorarlbergs. Eine Ablenkung davon, dass man die Vorarlberger Landwirtschaft mit den landeseigenen Förderinstrumenten in die Schuldenfalle getrieben hat, noch wesentlich ärger gar als die Vorarlberger Hüslebauer, die man zur Finanzierung ihres Daches über dem Kopf trotz Warnungen der Nationalbank zu Spekulationsfinanzierungen ermutigt hatte.
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