Schieder: SPÖ will alle Grasser-Deals prüfen lassen | kurier.at
"Der Sumpf, der sich da auftut, muss trockengelegt werden", fordert Finanz-Staatssekretär Schieder.
Der Skandal um die Privatisierung von Bundeswohnungen ist für das Finanzministerium nicht angenehm. Immerhin steht einer der früheren Hausherren, Ex-Minister Karl-Heinz Grasser, im Zentrum der aufklärungsbedürftigen Vorgänge. Im Jänner 2007 schied Grasser aus der Regierung.
"Jetzt ist der Bursche schon fast drei Jahre weg, und noch immer platzen solche Dinge auf", ärgert sich Finanzstaatssekretär Andreas Schieder (SPÖ). Es sei an der Zeit, "den Laden sauber zu machen".
Schieder rechnet vor, dass Grasser Staatseigentum im Wert von 6,2 Milliarden Euro privatisiert hat. "Wenn da jedes Mal ein Prozent Provision geflossen ist, reden wir von 62 Millionen - an wen? Und vielleicht auch unversteuert?" Schieder fordert eine "Adhoc-Sonderprüfung des Rechnungshofs über alle Grasser-Privatisierungen". Schieder: "Wenn der Bericht vorliegt, und das Parlament hat dann noch Fragen, kann es diesen immer noch in einem Untersuchungsausschuss nachgehen." Klar sei, "der Sumpf, der sich da auftut, muss Schritt für Schritt trocken gelegt werden". Viele Grasser-Freunde würden heute noch in einflussreichen Positionen der Republik sitzen. Als Beispiel nennt Schieder Rainer Wieltsch, der "in allen möglichen Aufsichtsräten sitzt".
Für den SP-Politiker stellt sich auch die politisch-moralische Frage: "Grasser und seine Freunde haben das gleiche Gedankengut vertreten, das zur aktuellen Wirtschaftskrise geführt hat. Das sind gierige Menschen, die Regeln missachten oder zu ihrem eigenen Vorteil auslegen."
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Irre - 62 Mio. Euro sind
Diwan vor 2 Jahre 33 Wochen 6 Tagen 1 Stunde
Irre - 62 Mio. Euro sind ungefähr eine Milliarde Schillinge, die anscheinend an alle möglichen Freunde vom Grasser geflossen sind. Da versteht man, warum Grasser von Leuten wie Meinl im Gegenzug zu Mega-Geschäften eingeladen wurde, ohne dass Grasser eigenes Kapital eingesetzt hat. Da versteht man, wie es sich gewissen Leute leisten können, auf der eigenen Yacht herumzuschippern, da kommen die Ferraris her, so leisten sie sich die Nobel-Feste rund um den Globus ...