Nie wieder: "Das System Grasser"
Den nachstehenden Leitartikel von Kurt Horwitz "Das System Grasser" in den Vorarlberger Nachrichten vom 21.7.2009 kann voll und ganz unterschrieben werden. Bei aller Kritik auch an Molterer - eingebrockt hat uns diesen Karlheinz Prasser Schüssel und die FPÖ - damals noch unter Haider.
Und die Landesregierung die am vollsten des Lobes für diese Regierung war, wurde von Herbert Sausgruber geführt und von ihm die Werbetrommel für diese schwarzblaue Katastrophen-Koalition gerührt. Er hat die Vorarlberger Vasallenkoalition mit der FPÖ als Modell für ganz Österreich hingestellt.
OTS.at - "Vorarlberger Nachrichten" Kommentar: "Das System Grasser" (Von Kurt Horwitz)Utl.: Ausgabe vom 21.07.2009:
Man darf vermuten, dass Schüssel hinter den Boshaftigkeiten gegenüber Wilhelm Molterer steht, der nicht verwinden kann, dass man nicht ihn sondern Molterer nach Brüssel schicken will. Der Grund ist einleuchtend: Brüssel ist uns noch nicht weit weg genug für Schüssel. Vielleicht bemüht er sich bei Grasser um eine Reise nach einer der Meinl-Steuerspar-Inseln. Aus den Augen aus dem Sinn ...
Während seiner Amtszeit hat die Bundesfinanzierungsagentur Gewinne geschrieben, rechtfertigt sich Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser. Verluste seien erst später eingetreten, unter seinem Nachfolger Wilhelm Molterer.
Das ist richtig, aber auch charakteristisch für die Verantwortung von Zockern und Spielern. Vor allem aber ist es typisch für die Politik Grassers.
In seiner Ära wurden die Reserven der Nationalbank ausgeräumt und der Staat hat unnötig viel Kredit aufgenommen. Das Geld wurde an Schuldner mit schlechterer Bonität verliehen. Mit den Gewinnen sollte das Nulldefizit gerettet werden. Das hat sich in der Weltfinanzkrise gerächt.
Trotzdem darf man jetzt nicht das Kind mit dem Bad ausschütten und der Bundesfinanzagentur das Arbeiten verbieten. Es wird auch weiterhin ihre Aufgabe sein, die Liquiditätsreserven des Staates sicher, aber auch ertragbringend anzulegen.
Wichtiger ist etwas ganz anderes: Dass Politiker vom Format und mit der Einstellung eines Karl-Heinz Grasser nie wieder in Österreich als Finanzminister Verantwortung tragen dürfen.
Rückfragehinweis:
Vorarlberger Nachrichten, Chefredaktion, Tel.: 0664/80588382
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