"Nazis und Trotteln" bei der FPÖ
Die Initiatoren der Demonstration gegen die Präsidentschafts-Kandidatin Barbara Rosenkranz ruft dazu auf, dass die Kundgebung friedlich bleibt. Die Gegendemo läuft unter dem Motto "Nulltoleranz der Intoleranz".
Martin Oppenauer, Leiter von "Nulltoleranz der Intoleranz" am Freitagnachmittag auf dem Rathausplatz in St. Pölten, hat zu Beginn der Veranstaltung zu "keine Gewalt" und "als Bitte" auch dazu aufgerufen, die nur wenige Gehschritte entfernte "Gegenkundgebung (der FPÖ) auf dem Riemerplatz nicht aufzusuchen". Es gelte, "jegliche Form von Gewalt und Provokation zu vermeiden" und klar darzustellen, "dass wir eine friedliche Kundgebung sind". Der Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Niederösterreich, Andreas Beer, sprach von vorerst etwa 250 Teilnehmern.
"Nazis und Trotteln" bei der FPÖ
"Nulltoleranz der Intoleranz" sei "nicht eine plumpe Gegenaktion" zu den "Obszönitäten auf dem Riemerplatz", sondern mehr als das, so Oppenauer. Es handle sich um eine Veranstaltung "mit positiven Botschaften für Menschlichkeit, Toleranz und Solidarität". Feststand für den Kundgebungsleiter, dass sich gleichzeitig auf dem Riemerplatz "Nazis und Trotteln" aufhalten würden und auch "ein Kellernazi dabei" sei. Oppenauer bezeichnete es als legitim, im Rahmen der Veranstaltung auf dem Rathausplatz den Unmut über eine Präsidentschaftskandidatin Barbara Rosenkranz zu äußern.
Einige Teilnehmer taten dies dadurch, indem sie Buttons oder Pickerl der Sozialistischen Jugend trugen, die ein durchgestrichenes Foto von Rosenkranz zeigten. Der SJNÖ-Vorsitzende sagte, dass es der Jugendorganisation um "Aufklärung über die Person Barbara Rosenkranz" gehe. Dass die Präsidentschaftskandidatin der FPÖ aus der rechtsextremen Szene komme und von selbiger unterstützt werde, so Beer weiter.
"Das parteifreie Werk vieler"
Dass Oppenauer Dinge "ins rechte Licht rücken" wollte, hatte anfangs für etwas Verwirrung auf dem Rathausplatz gesorgt. Er wollte damit freilich nur noch einmal klarstellen, dass die Kundgebung von "Nulltoleranz der Intoleranz" organisiert sei und auch eine diesbezügliche Anmeldung des Bündnisses vorliege. Die Veranstaltung sei demnach "das parteifreie Werk vieler".
An Unterstützern führte Oppenauer u.a. die Plattform "Gesichter gegen rechts", Schülervertreter aus der Landeshauptstadt, das Ballett St. Pölten, das sich zu einer Darbietung angesagt hatte, Musikgruppen, die auftraten, und die lokalen Fußballfans "Wolfbrigade" an. Dazu gab es Grußbotschaften von St. Pöltens Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ) und von Ute Bock.
(APA)
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