Kirche: Die guten Botschaften - Glückwünsche an Pater Herwig Büchele SJ
In den letzten Tagen überschlagen sich die Webbotschaften zum Thema Religionen und Kirchen und schlagen aufeinander ein, abwechselnd auf die Katholische Kirche oder auf die muslimischen Religionslehrer, abwechselnd von "links" und "rechts", in den Argumenten kaum auseinanderzuhalten, vermischt sich die Kritik zu einem Konglomerat, das nicht der Aufklärung und Verständigung dient und die Relationen völlig aus dem Blickfeld verliert. Vor allem die betroffenen Menschen.
Und vor allem auch die Fragen der Zukunft und der Bündnispartner für eine menschenwürdige Zukunft. Ob Zukunft ohne Religionen nicht eine Zukunft sein wird, die aus staatlichen und esoterischen Ersatzreligionen - wie auch schon gehabt - oder aus Banken und Fonds - die schon heute die höheren Kirchtürme und Minarette bauen - oder Warenhaustempeln sein wird, frägt man sich leider auch bei den linken Kritikern nicht. Die Meinung der rechten kennen wir aus der Geschichte leider nur zu gut.
Dabei gibt es auch andere Botschaften, die mit diesem Hickhack verschüttet werden. Da bin ich gestern auf einen lesenswerten Beitrag eines jungen Vorarlbergers in dem auch sonst beachtenswürdigen Blog "DAS DENKFABRIKAT" (Link s.u.) gestoßen: "Reform: Ich, die Kirche und mein Glaube", den sich nicht nur Kirchenmänner (!) zu Herzen sondern auch die Kritiker zu verstehen bemühen dürfen. Hier können beide Seiten lernen, was es heißt, religiös zu sein, Religion zu leben. Ich habe noch nie eine so ehrliche und beherzte Auseinandersetzung eines Menschen mit seinem Glauben gelesen.
Dann erinnert uns heute eine Pressemeldung daran, dass die Kirche(n) aus vielen und verschiedenen Menschen bestehen, auf die man nicht verzichten möchte: "Der aus Feldkirch stammende Jesuitenpater Dr. Herwig Büchele bekommt als erster Theologe den Wissenschaftspreis des Landes Vorarlberg." Glückwünsche und Gratulation!
Österreichweit bedeutsam wurde Herwig Bücheles Arbeit als Leiter der Katholischen Sozialakademie Österreichs. In den 1970er-Jahren wurde Büchele durch seine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema "Kirche und Sozialdemokratie" in einem gemeinsam mit dem damaligen Bundeskanzler Bruno Kreisky veröffentlichten Buch bekannt. Büchele war wesentlich an der Erarbeitung des Sozialhirtenbriefs der Österreichischen Bischöfe beteiligt. Der Sozialhirtenbrief erschien 1990. Noch heute ein Standardwerk ist das gemeinsam mit der gebürtigen Dornbirnerin Lieselotte Wohlgenannt herausgegebene Werk "Grundeinkommen ohne Arbeit" (Online lesbar, Link s.u.).
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