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Hans Dichand ist tot

http://www.datum.at

Gott ist tot. Nachruf auf Hans Dichand (1921-2010).

Eine gute Freundin, deren journalistische Karriere er einst angestoßen hatte, hatte das Gespräch eingefädelt. Interviews hatte er in den vergangenen Jahren kaum mehr gegeben, ausführliche schon gar nicht. Für DATUM erklärte er sich im Juni 2006 zu einem bereit. Eine Dreiviertelstunde Gesprächszeit wurde veranschlagt, „und bitte wirklich keine Minute mehr“, mahnte seine Sekretärin: „Herr Dichand ist sehr beschäftigt.“ Am Ende wurden es eineinhalb. Der im Journalistenjargon „Aufwärmrunde“ genannte Teil des Interviews, das wir in seinem Büro in der Döblinger Muthgasse führten, fiel für mich und Autor Johann Skocek überraschend aus.

Der Herausgeber der Kronen Zeitung lobte DATUM, philosophierte über die Zukunft von Qualitätsmedien im deutschsprachigen Raum und posierte bereitwillig für unseren Fotografen.

Jener Mann, der einst erklärt hatte, dass „jedes Land die Zeitungen hat, die es verdient“. Nicht zuletzt, um das Gebaren seiner eigenen wenn schon nicht zu rechtfertigen (denn zu rechtfertigen gab es da nichts), dann wenigstens zu legitimieren. Ein Zitat, das längst seinen Eingang in den allgemeinen Sprachgebrauch gefunden hat. Als wir DATUM gründeten, hatten wir es als Grundlage für unsere erste „Werbekampagne“ hergenommen. Mit dem Zusatz: „Ab März 2004 beweisen wir Ihnen das Gegenteil.“ Das mag aus heutiger Sicht kindisch erscheinen, aber wie die Kronen Zeitung ist DATUM ein Kind seiner Zeit und gerade deshalb – aus Gründen, die ich mir freilich bis heute nicht wirklich erklären kann – verstand Hans Dichand, wie sich im Laufe unseres Gesprächs herausstellte, die Idee von DATUM besser als viele andere Branchenkollegen.

Was ihn nicht daran hinderte, uns unmittelbar nach dem Erscheinen der Geschichte mit einem Bannstrahl zu belegen. Nicht, weil Dichand, wie er Skocek durch seine Sekretärin mitteilen ließ, mit dem kritischen Ton der Story ein Problem hatte, sondern weil der Autor darin einmal das Wort „Revolverblatt“ zur Beschreibung der Kronen Zeitung verwendet hatte. Was die eigene Person und die Einordnung ihres, seines Lebenswerks anging, konnte der gelernte Buchdrucker empfindlich sein.

Unter der Führung ihres absolutistisch regierenden Herausgebers galt für die Kronen Zeitung nie die Unschuldsvermutung; in ihr erfand sich das kleinbürgerliche, provinzielle, ressentimentgeladene Österreich jeden Tag neu. Und genau darin lag ihr Erfolgsgeheimnis – neben dem Format, das entscheidender zum Erfolg des Blattes beitrug (und- trägt), als ihr das Kritiker wie Gönner zugestehen. Eine ebenso wenig originäre wie originelle Erkenntnis. Was sie nicht weniger wahr macht.

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steht jetzt auch schon in der

David vor 1 Jahr 49 Wochen 4 Tagen 20 Stunden

steht jetzt auch schon in der Krone: http://www.krone.at/Oesterreich/Kronen_Zeitung-Herausgeber_Hans_Dichand_...

Derzeit "leider" down!

Anscheinend ist er wirklich

David vor 1 Jahr 49 Wochen 4 Tagen 20 Stunden

Gut geht es ihm anscheinend

David vor 1 Jahr 49 Wochen 4 Tagen 21 Stunden

DATUM sagt, dass der Artikel

David vor 1 Jahr 49 Wochen 4 Tagen 21 Stunden

DATUM sagt, dass der Artikel niemals online war:

"Achtung: DATUM-Nachruf auf Hans Dichand war auf der DATUM-Homepage nie online und wurde irrtümlich von Google erfasst, keine Bestätigung des Todes seitens DATUM"

http://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=135591776458144&id=4917...

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