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FPÖ, RFJ & Co: Von blauer Jugendarbeit, reinrassigen Scheiteln und blau-braunen Pläuschchen

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Mit stolz geschwellter Brust, im Trachtenanzug und mit Österreich-Fahne im Hintergrund präsentiert sich Gerald Löschenberger auf einem Foto auf seiner „Facebook“-Seite. So gehört es sich für einen blauen Aktivisten: Der erst 17jährige Löschenberger ist seit April 2009 „Jugendobmann“ des „Ringes freiheitlicher Jugend“ (FPÖ-Jugendorganisation) für die Region Attersee-Attergau in Oberösterreich.

Auch seltsame Zahlen- und Buchstabencodes finden sich auf seiner Seite. „14/88“ und „W.P.W.W.“ steht da gleich neben seinem Usernamen geschrieben. Schlägt mensch nach, was dies zu bedeuten hat, kommt – welch Überraschung – Folgendes zu Tage: „14/88“ ist eine Kombination aus zwei beliebten Neonazi-Codes: Die Zahl 14 gibt die Anzahl der Wörter in einem bekannten Ausspruch des US-amerikanischen Neonazi-Terroristen David Lane an, dieser meinte in seinen „14 words“: „We must secure the existence of our people and a future for white children“ („Wir müssen die Existenz unserer Rasse und auch die Zukunft unserer weißen Kinder sichern.“). „88“ ist eine Abkürzung für „Heil Hitler“, zweimal der achte Buchstabe des Alphabets ergibt „HH“ als Kurzform für den NS-Spruch. „W.P.W.W.“ ist eine Abkürzung für „White Pride World Wide“ – für einen international bei Neonazis beliebten, rassistischen Spruch.

Als wäre dem noch nicht genug, findet mensch auf Löschenbergers „Facebook“ – oder sollte mensch lieber sagen „Gesichtsbuch“?-Seite – auch Links zu einem auf „Youtube“ abrufbaren Video der einschlägigen Band „Kraftschlag“ und zu einem Video des österreichischen Neonazi-Forums „Alpendonau“. Auch ist er in den „Facebook“-Groups „14 words“, „Racial Volunteer Force“ (einer Nachfolgeorganisation der Neonazi-Terror-Gruppe „Combat 18“) und zahlreichen anderen Neonazi-“Groups“ Mitglied.

Nun, zum Glück für Löschenberger ist er in der FPÖ nicht allein mit seiner ewiggestrigen Ideologie, diese gehört längst zum „guten Ton“ und wird augenzwinkernd völlig offen zu Tage getragen. Aktuell präsentiert sich etwa die „freiheitliche Bauernschaft“ mit einem Plakat, auf dem mit dem Rassismus geliebäugelt wird: „Reinrassig & echt“ steht da geschrieben, daneben sind ein Scheitelträger und eine Kuh zu sehen. Die Botschaft ist bewusst doppeldeutig: Es bleibt offen, ob mit dem Rassenwahn der Scheitel oder die (arme) Kuh gemeint ist.

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