Vatikan-Zeitung: Saramago war "populistischer Extremist"
Sprachrohr des Vatikan tritt postum gegen Literaturnobelpreisträger nach: Sei "unverbesserlicher Kommunist" und in "anti-religiöser Ideologie" verhaftet gewesen
Die vatikanische Tageszeitung "L'Osservatore Romano" hat den am Freitag verstorbenen Schriftsteller Jose Saramago postum angegriffen und ihn als "populistischen Extremisten" bezeichnet. In der Sonntagsausgabe des vatikanischen Sprachrohrs wurde der im Alter von 87 Jahren verstorbene Literaturnobelpreisträger wegen seiner "anti-religiösen Ideologie" scharf kritisiert. Das Blatt bezeichnete den Kommunisten und Atheisten als "Mensch und Intellektuellen, der keinerlei Metaphysik zuließ". "Bis zuletzt war er in seinem unerschütterlichen Vertrauen in den historischen Materialismus, also im Marxismus, blockiert", schriebt das Blatt.
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