Lob der direkten Demokratie: St.Galler Stimmbürger erhöhen Theatersubvention
Mit 60.555 Ja gegen 56.469 Nein hat der St. Galler Souverän einem Gesetz über die Beiträge an die Genossenschaft Konzert und Theater St. Gallen zugestimmt. Damit wird der bisherige städtische und kantonale Subventionsbeitrag von jährlich 22,5 Millionen auf neu 27,1 Millionen Franken erhöht.
Die nun ersetzte Subventionsordnung für die Genossenschaft Konzert und Theater St.Gallen wäre eigentlich bis Ende des Jahres 2011 gültig gewesen; sie ist nun vorzeitig durch ein neues Gesetz über Beiträge an die Genossenschaft Konzert und Theater St. Gallen ersetzt worden.
Wie der Kanton betont, weist das St. Galler Theater "im Vergleich mit ähnlichen Betrieben im deutschsprachigen Raum einen aussergewöhnlich hohen Eigenwirtschaftlichkeitsgrad von rund 35 Prozent auf". Es bleibe aber auf Beiträge der öffentlichen Hand angewiesen.
Bekämpft worden ist die Vorlage von der kulturfernen rechtsnationalen SVP, weil sie aus ihrer Sicht "den Staatshaushalt zu sehr belasten" würde. Die St.Galler Stimmbürger erwiesen sich aber in ihrer Mehrheit resistent gegen diesen kulturfernen Populismus. Eigentlich ein tolles Zeichen, dass selbst in der Wirtschaftskrise die Stimmbürger der Vernunft und Kultur Vorrang einräumen.
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