Dirigismus, ja bitte! - Kommentar - dieStandard.at › Meinung
Zentrales Problem für Horx ist die männerbasierte Präsenzkultur - Kritische Masse von Frauen kann eine andere Zeitkultur durchsetzen
Ist Europa vom konservativen Feminismus-Bürokratismus befallen? Vor allem Frauen kritisieren die Quote ja massiv. Sie wollen keine Quotenfrauen sein. Oder sie fühlen sich so jung und stark, dass sie auf solche Gnadenakte von oben pfeifen.
Ein Schuh (mit eleganten Highheels) wird aus der Quotenfrage, wenn wir etwas tiefer darüber nachdenken, warum hierzulande so wenig vorangegangen ist in Sachen "Frauen in der Führung" - obwohl viele Firmen sich inzwischen redlich bemühen, das zu ändern.
Das zentrale Problem ist die männerbasierte Präsenzkultur. Es ist ein Wettbewerb um Anwesenheitszeiten, um kommunikative Präsenz, der die Karrieredynamik antreibt: Wer sein Privatleben der Firma opfert, ist "leistungsbereit". Ohne dieses Zeit-Über-Engagement bleibt man allenfalls im Mittelbau stecken.
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