Italien: Verhandlungen mit der Mafia
Mit wachsendem Interesse verfolgen die Italiener derzeit Berichte über angebliche Geheimverhandlungen zwischen der sizilianischen Mafia und Vertretern des italienischen Staates, die Anfang der neunziger Jahre stattgefunden haben sollen. Für Aufsehen sorgt vor allem eine Liste von Forderungen, die im Jahr 1992 angeblich von den obersten Bossen der Mafia übermittelt worden ist. Vorgelegt hat die Liste der Sohn des mittlerweile verstorbenen ehemaligen Bürgermeisters von Palermo, Vito Ciancimino. Von diesem ist bekannt, dass er eng mit der Mafia verbunden war. Ciancimino soll 1992 der Mittler für die Kontakte zwischen staatlichen Institutionen und Mafia gewesen sein und deren Forderungen abgemildert und ergänzt haben, bevor er sie angeblich weitergab.
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