Eine vorbildliche Sozialistin: Melina Mercouri
Melina Mercouri (*18. Oktober 1925 in Athen/Athens † 6. März 1994 in New York, NY) wäre heute 84 Jahre alt geworden.
Sie stammt aus einer großbürgerlichen Familie Athens. Sie besuchte die Schauspielschule und begann ihre Karriere als Schaspielerin ("Sonntags nie") mit kleinen Rollen am Nationaltheater. Während der griechischen Militär-Diktatur lebte Melina Mercouri in Frankreich (1967-1974). Zur Zeit des militärisches Putsches arbeitete sie gerade in New York an einer Musical-Fassung von “Sonntags nie” (”Illya Darling”).
Zivilcourage und Widerstand.
Während der siebenjährigen Militärdiktatur in Griechenland zwischen 1967 und 1974 lebt Melina Mercouri im französischen Exil. Als die engagierte Regimegegnerin öffentlich Stellung gegen die Junta bezieht, wird ihr die griechische Staatsangehörigkeit prompt entzogen.
Nach dem Sturz der Militärs und Wiedereinrichtung der Demokratie am 6. Juli 1974 kehrt die Widerstandskämpferin Melina Mercouri in ihr Heimatland zurück. 1977 wird sie erstmals ins griechische Parlament gewählt. Im Oktober 1981 holt der neugewählte griechische Ministerpräsident Andreas Papandreou Melina Mercouri als Kulturministerin in sein Kabinett. Dieses Amt bekleidet sie von 1981 bis 1989 und dann wieder von 1993 bis 1994.
"Die Art, wie sie aufgestanden ist gegen die Herrschaft der Obristen in Griechenlamd, wie sie Freunde um Untertützung für Griechenland in der ganzen Welt mobilisiert hat, das war schon ein erstaunliches Engagement einer Künstlerin"! sagte einmal bewundernd Hans-Dietrich Genscher, deutscher Außenminister a.D.
Kulturhauptstadt.
Nicht zuletzt auf ihre Initiative geht die Einrichtung der jährlichen Kulturhauptstadt Europas zurück, mit der die Menschen Europas einander nähergebracht werden sollen: die jeweils durch den EU-Ministerrat ausgewählten Städte sollen die Aufgabe übernehmen, Öffentlichkeit, Einheimischen wie Besuchern, markante Merkmale der Stadt, der Region und des Landes näher zu bringen sowie Veranstaltungen zu fördern, bei denen Kulturschaffende aus anderen Städten Europas einbezogen werden. Bei einem Ministertreffen am 13. Juni 1985 wird dieser Gedanke in die Tat umgesetzt und Athen die erste Europäische Kulturhauptstadt.
Information im Rahmen meiner Funktion als EU-Verantwortliche in Hohenems (nach der neuen Faymann-EU-Agenda)
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Melina Mercouri
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