"Die Linken sind unfassbar langweilig", meint Oliviero Toscani
Der italienische Fotograf Oliviero Toscani holt anlässlich der Regionalwahlen in der Toskana zum Rundumschlag gegen die gesamte Politik aus
"Wenn eine Kampagne die Medien nicht interessiert, ist sie nutzlos." Mit diesen Worten wurde der italienische Fotograf Oliviero Toscani, der zwischen 1982 und 2000 die international umstrittenen Werbeplakate für das Modeunternehmen Benetton fotografiert hatte, gerne zitiert. Deshalb, so der heute 68-Jährige, spielten Kampagnen immer öfter mit Tabubrüchen oder Schock-Elementen: Magersüchtige Models, Religionskritik, Aids-Kranke und Todeskandidaten. Für Verwirrung gesorgt hat Toscani Anfang des Jahres, als er bei den im März anstehenden Regionalwahlen in der Toskana antreten wollte. Und zwar zuerst für die radikal-liberale Radicali Italiani (RI) und anschließend zusammen mit Premierminister Silvio Berlusconis Mitte-Rechtsbündnis Popolo della Libertà (PdL). Warum er nach einigen Zerwürfnissen für keine der beiden Parteien antritt, warum ihm "Kritiken egal" sind, warum die Toskana "wie Kuba ist", sagt er im derStandard.at-Gespräch.
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