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Grubenhunde: Haaß is!

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Der Krieg war gerade erst wenige Tage um und ein Siebzehnjähriger betätigte sich unaufgefordert als "russischer Zivilkommissar". Am 30.Mai 1945 fand er sich nach Vorladung bei der Abteilung Agitation, Schulung und Presse der KPÖ ein, wo man ihn durch die gerufene "Hauswache" zum Chef des Fahndungsdienstes Genossen Strobl bringen ließ.

Am 29. April 1945 versammeln sich im Roten Salon des Rathauses die Provisorische Stadtregierung, die Provisorische Stadtverwaltung, die Vertreter der 26 Wiener Bezirke und die Spitzen der sowjetischen Stadtkommandantur. Keine Woche darauf sind die Kommunisten schon mit einem internen Problem beschäftigt. Die Abteilung Information und Kultur berichtet dem Zentralkomitee, dass ein 17jähriger Jüngling namens Qualtinger mit dem Sowjetstern auf der Brust herumläuft und sich für einen russischen Zivilkommissar ausgibt, der ermächtigt sei, eine links gerichtete Theatergründung auf die Beine zu stellen. Zu allem Überfluß weise er sich mit KPÖ-Dokumenten aus. Der Genosse Heribert Kuchenbuch meldet entsetzt: "Er ist mir überdies dadurch bekannt, dass er wegen Talentlosigkeit und höchst auffälligem Benehmens bei der vorjährigen Prüfung unseres Reinhardt-Seminars, der früheren Schauspielschule des Burgtheaters, die jetzt provisorisch von mir geleitet wird, gänzlich durchgefallen ist." Diese "vorjährige Prüfung" musste aber noch unter der Aufsicht der Nazischergen stattgefunden haben.

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Eingetragen von VORarlbergWÄRTS vor 3 Jahre 7 Wochen
Kategorie: Chronik   Tags:

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