Die Akte "Sturm 34"
Heute urteilt der BGH, ob die rechte Kameradschaft eine kriminelle Vereinigung war. Dresdens Landgericht hatte das verneint. Chronik eines staatlichen Versagens.
Eine Reichskriegsflagge hing an der Wand, als Alexander G. im alten Bauhof von Mittweida auf einen Tisch stieg und die Gründung der Kameradschaft »Sturm 34« verkündete. Der 19-Jährige, Spitzname »Stürmer«, war aus Ravensburg hergezogen. Es hieß, er habe früher bei den »Skinheads Oberschwaben« mitgemacht. Nun sollten in Sachsen gewaltsam »Zecken« und Ausländer verfolgt werden, habe »Stürmer« an einem Märzwochenende vor drei Jahren gerufen. Das sagte ein Zeuge vor Gericht. Oberstaatsanwalt Jürgen Schär hält Alexander G. für das Hirn der Kameraden: »Er hat eine mit viel Ideologie ausgestattete Schlägertruppe geschaffen.«...
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